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Windows 11 24H2: Der Support endet – was Sie jetzt am PC, bei Windows 10 und bei der Datensicherung tun sollten

Mit dem Oktober-Update 2026 endet der Support für Windows 11 24H2 (Home und Pro). So prüfen Sie Ihre Version, steigen sicher um und halten auch Windows 10 weiter mit Updates versorgt.

Redaktion ASKQIT · Stand Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

Am 13. Oktober 2026 hat Microsoft seine monatlichen Sicherheitsupdates veröffentlicht. Nach Zählung des Fachportals Dr. Windows wurden exakt 1.411 Sicherheitslücken geschlossen, die meisten davon gelten als harmlos. Zwei Punkte betreffen Privatnutzer aber unmittelbar: Für Windows 11 in der Version 24H2 (Home und Pro) war dies das letzte Update, damit endet der Support dieser Version. Und mindestens eine der jetzt geschlossenen Lücken wird laut dem IT-Blog von Günter Born bereits für Angriffe ausgenutzt. Installieren Sie das Oktober-Update deshalb zeitnah, prüfen Sie Ihre Windows-Version und planen Sie bei 24H2 den Umstieg auf 25H2 oder 26H2. Windows-10-Rechner erhalten Sicherheitsupdates nur noch über das ESU-Programm, das Microsoft für Privatleute bis Oktober 2027 verlängert hat.

Windows 11 24H2 Support-Ende: Warum es Sie betreffen kann

Windows 11 erscheint jährlich in einer neuen Version, erkennbar an Bezeichnungen wie 24H2, 25H2 oder 26H2. Jede Version wird in den Ausgaben Home und Pro rund zwei Jahre mit Sicherheitsupdates versorgt. Für die Version 24H2 aus dem Herbst 2024 ist diese Zeit nun um: Das Update vom 13. Oktober 2026 war laut Dr. Windows das letzte für Home und Pro. Ein Rechner mit 24H2 funktioniert danach zwar weiter, neu entdeckte Sicherheitslücken bleiben auf ihm aber offen – und genau solche Lücken nutzen Kriminelle gezielt aus.

So finden Sie heraus, welche Version Ihr Rechner hat:

  1. Öffnen Sie die Einstellungen und wählen Sie System, dann ganz unten Info. Unter „Windows-Spezifikationen“ steht die Version.
  2. Alternativ drücken Sie die Windows-Taste und R gleichzeitig, tippen winver ein und bestätigen mit der Eingabetaste.

Steht dort 25H2 oder 26H2, sind Sie auf dem aktuellen Stand und müssen nur das Oktober-Update installieren. Steht dort 24H2, sollten Sie den Versionswechsel jetzt angehen.

So kommen Sie von 24H2 auf 25H2 oder 26H2

Der Wechsel auf eine neuere Windows-11-Version läuft über die normale Update-Funktion. Öffnen Sie die Einstellungen, wählen Sie Windows Update und klicken Sie auf „Nach Updates suchen“. Wird das Upgrade auf 25H2 oder 26H2 angeboten, können Sie es direkt anstoßen. Dr. Windows weist darauf hin, dass dem Umstieg von 24H2 auf die neueren Versionen keine technischen Hürden im Weg stehen – die Hardware-Anforderungen sind dieselben.

Ein paar praktische Hinweise:

  • Planen Sie für den Versionswechsel ausreichend Zeit ein und starten Sie ihn nicht kurz vor einem wichtigen Termin. Der Rechner startet dabei mehrfach neu.
  • Schließen Sie Laptops ans Netzteil an.
  • Beziehen Sie Updates und Versionswechsel ausschließlich über Windows Update. Download-Angebote auf fremden Internetseiten, die „schnellere Updates“ versprechen, sind ein typischer Verbreitungsweg für Schadprogramme.

Windows 10: Nur mit ESU-Anmeldung gibt es weiter Updates

Der reguläre Support für Windows 10 ist bereits im Oktober 2025 ausgelaufen. Sicherheitsupdates gibt es seitdem nur noch über das Programm „Erweiterte Sicherheitsupdates“ (ESU). Für Privatnutzer hat Microsoft dieses Programm verlängert: Es läuft laut einem Bericht der PC-Welt nun bis zum 12. Oktober 2027, und eine Anmeldung ist bis zum Programmende möglich. Wer schon angemeldet ist, muss nichts weiter tun und hat am 13. Oktober das Update mit der Kennung KB5126657 erhalten.

Wichtig zu wissen:

  • Voraussetzung ist Windows 10 in der Version 22H2 mit allen bisherigen Updates. Die Version prüfen Sie genauso wie oben beschrieben.
  • ESU liefert nur als kritisch oder wichtig eingestufte Sicherheitsupdates. Neue Funktionen oder allgemeinen Support gibt es nicht.
  • Die Anmeldung wird direkt in Windows Update angeboten. Erscheint sie dort nicht, installieren Sie zuerst alle ausstehenden Updates.

Läuft auf Ihrem Rechner noch eine ältere Windows-10-Version als 22H2 oder bekommt er gar keine Updates mehr, ist das ein Fall für eine gründliche Prüfung – und oft der richtige Zeitpunkt, über einen Wechsel auf Windows 11 oder ein neues Gerät nachzudenken.

Vor dem Versionswechsel: Daten sichern

Versionswechsel laufen in aller Regel glatt, aber sie greifen tief ins System ein. Sichern Sie deshalb vorher Ihre wichtigen Daten:

  • Dokumente, Fotos, Steuerunterlagen und alles, was sich nicht wiederbeschaffen lässt, gehören auf eine externe Festplatte oder zusätzlich in einen Cloud-Speicher.
  • Prüfen Sie nach dem Sichern stichprobenartig, ob sich die Dateien von der Sicherung auch öffnen lassen. Eine Sicherung, die sich nicht lesen lässt, ist keine.
  • Halten Sie Zugangsdaten bereit, die Sie nach einem Neustart brauchen könnten, etwa das Kennwort Ihres Benutzerkontos oder Ihres Microsoft-Kontos.
  • Sorgen Sie für ausreichend freien Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk, bevor Sie den Versionswechsel starten.

Wie Sie eine dauerhafte Sicherung nach der 3-2-1-Regel aufbauen, beschreibt unser Ratgeber zum Backup zu Hause. Der Versionswechsel ist ein guter Anlass, eine solche Routine gleich mit einzurichten – dann ist die Frage der Datensicherung auch beim nächsten großen Update schon beantwortet.

Warum Sie mit dem Oktober-Update nicht warten sollten

Unter den geschlossenen Lücken stuft Microsoft laut Günter Born 70 als kritisch ein. Eine Schwachstelle in der Windows-Shell (CVE-2026-96951) wird demnach bereits aktiv angegriffen: Sie erlaubt es, eine Schutzfunktion zu umgehen, die Dateien aus dem Internet normalerweise mit einer Warnung versieht. Bis das Update installiert ist, gilt deshalb besondere Vorsicht bei Dateianhängen und heruntergeladenen Dateien – auch wenn Windows keine Warnung anzeigt. Die Installation selbst ist unkompliziert: Öffnen Sie die Einstellungen, wählen Sie Windows Update, klicken Sie auf „Nach Updates suchen“ und starten Sie den Rechner danach einmal neu. Lassen Sie automatische Updates eingeschaltet, dann installiert Windows solche Korrekturen künftig von selbst – Sie müssen nur noch den Neustart zulassen, wenn das System ihn anbietet.

Im Betrieb: Bestand prüfen und den Umstieg planen

In kleinen Firmen lohnt jetzt eine kurze Inventur: Welche Rechner laufen mit welcher Windows-Version? Geräte mit Windows 11 24H2 sollten zeitnah auf 25H2 oder 26H2 gebracht werden, am besten gestaffelt, damit nicht alle Arbeitsplätze gleichzeitig stillstehen. Für Windows-10-Rechner gibt es im Unternehmensumfeld ein eigenes, kostenpflichtiges ESU-Programm: Laut Microsoft kostet es im ersten Jahr 61 US-Dollar je Gerät, der Preis verdoppelt sich in jedem Folgejahr, maximal drei Jahre lang. Das ist bewusst als Übergangslösung kalkuliert – wer mehrere alte Geräte betreibt, fährt mit einem geplanten Umstieg auf aktuelle Hardware meist besser als mit jahrelangen ESU-Zahlungen.

Wenn Sie unsicher sind, welche Version auf Ihren Geräten läuft, der Versionswechsel abbricht oder ein Rechner die Anforderungen für Windows 11 nicht erfüllt, lohnt sich ein Fachbetrieb, der Bestand, Update-Weg und Datensicherung in einem Termin prüft und sauber umsetzt.

Quellen

Allgemeine Information, ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

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