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Neues Smartphone: Daten vom alten Gerät übertragen, ohne etwas zu verlieren

Fotos, Kontakte und Apps ziehen meist von allein um. Chats, Zwei-Faktor-Codes und manche Apps nicht. Die Checkliste für den Umzug aufs neue Smartphone, ob iPhone oder Android.

Redaktion ASKQIT · Stand Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

Der Umzug auf ein neues Smartphone ist heute weitgehend automatisch: Apple und Google bieten bei der Einrichtung an, Apps und Daten vom alten Gerät zu übernehmen. Probleme entstehen vor allem bei Dingen, die nicht automatisch mitkommen: Chatverläufe, Codes aus Zwei-Faktor-Apps und manche Apps mit eigener Anmeldung. Bereiten Sie den Wechsel am alten Gerät vor, übertragen Sie dann die Daten und löschen Sie das alte Gerät erst, wenn auf dem neuen alles da ist.

Vorher: die Checkliste am alten Gerät

Nehmen Sie sich vor dem Wechsel eine halbe Stunde Zeit für diese Punkte. Sie ersparen sich damit die meisten Pannen.

  1. Sicherung erstellen: Legen Sie eine aktuelle Sicherung des alten Geräts an. Sie ist Ihr Rückweg, falls bei der Übertragung etwas schiefgeht.
  2. Updates einspielen: Apple empfiehlt, beide Geräte vorher auf den neuesten Stand zu bringen.
  3. Zugangsdaten bereithalten: Bei Android brauchen Sie laut Google die PIN, das Muster oder das Passwort des alten Geräts. Halten Sie außerdem die Zugangsdaten zu Ihrem Apple- oder Google-Konto bereit.
  4. Zwei-Faktor-Apps prüfen: Nutzen Sie eine App, die Anmeldecodes erzeugt? Klären Sie, wie die Codes auf das neue Gerät kommen (siehe unten).
  5. Messenger sichern: Prüfen Sie, ob Ihr Messenger eine aktuelle Sicherung hat oder eine eigene Übertragung anbietet.
  6. Besondere Apps: Bei Banking-, Ausweis- und anderen Apps mit eigener Sicherheitsfunktion sehen Sie vor dem Wechsel in der App oder beim Anbieter nach, wie der Umzug funktioniert.
  7. Zeit, Strom und WLAN einplanen: Apple rät, beide Geräte während der Übertragung nah beieinander und am Strom zu lassen. Die Dauer hängt von der Datenmenge und der Verbindung ab.

Von iPhone zu iPhone

Apple bietet bei der Einrichtung den sogenannten Schnellstart an. Sie schalten das neue iPhone ein, legen es neben das alte, entsperrte Gerät und folgen den Anweisungen. Dafür müssen auf dem alten iPhone WLAN und Bluetooth eingeschaltet sein.

Sie haben dann die Wahl:

  • Direkt vom alten Gerät: Die Daten gehen ohne Umweg auf das neue iPhone. Laut Apple müssen Sie warten, bis die Übertragung auf beiden Geräten abgeschlossen ist, bevor Sie sie wieder benutzen.
  • Aus der iCloud: Apps und Daten laden im Hintergrund nach, und Sie können das neue Gerät sofort nutzen.
  • Per Kabel: Apple beschreibt auch eine direkte Kabelverbindung zwischen beiden Geräten.

Von Android zu Android

Auch bei Android bietet das neue Gerät bei der Einrichtung an, Apps und Daten vom alten zu kopieren, per Kabel oder drahtlos. Google empfiehlt, auf dem alten Gerät mit dem Google-Konto angemeldet zu sein, damit möglichst viele Daten übertragen werden. Haben Sie die Übertragung bei der Einrichtung übersprungen, lässt sie sich laut Google je nach Gerät später nachholen.

Zwischen iPhone und Android wechseln

  • Von Android zum iPhone: Apple bietet dafür die App „Auf iOS übertragen“. Laut Apple geht das nur bei der Ersteinrichtung des iPhones. Ist das iPhone schon eingerichtet, müssen Sie es zurücksetzen oder die Daten von Hand übertragen.
  • Vom iPhone zu Android: Das Android-Gerät fragt bei der Einrichtung, ob Sie von einem iPhone wechseln. Google empfiehlt, vorher iMessage auf dem iPhone auszuschalten, damit Ihnen künftig keine Nachrichten verloren gehen.

Was oft nicht automatisch mitkommt

Codes aus Zwei-Faktor-Apps

Diese Lücke hat die unangenehmsten Folgen: Ohne die Codes kommen Sie nicht mehr in die Konten, die damit geschützt sind. Bei Google Authenticator gibt es laut Google zwei Wege. Sind die Codes mit Ihrem Google-Konto gespeichert, erscheinen sie nach der Anmeldung auf dem neuen Gerät. Andernfalls übertragen Sie sie per QR-Code vom alten Gerät, das dafür noch funktionieren muss. Andere Apps haben eigene Verfahren.

Halten Sie außerdem die Ersatzcodes Ihrer wichtigsten Konten bereit. Das BSI empfiehlt, möglichst mehrere zweite Faktoren zu hinterlegen und schon beim Einrichten zu prüfen, wie die Wiederherstellung funktioniert.

Chatverläufe

Viele Messenger sichern ihre Chats getrennt vom übrigen Smartphone. Bei WhatsApp zum Beispiel lässt sich das Konto direkt übertragen, wenn beide Telefone bei Ihnen und mit dem Internet verbunden sind. Alternativ stellen Sie die Chats aus einer Sicherung wieder her. Diese ist laut WhatsApp an die Telefonnummer gebunden, mit der sie erstellt wurde, und Nachrichten nach der letzten Sicherung fehlen. Legen Sie deshalb kurz vor dem Wechsel eine frische Sicherung an.

Weitere Lücken

Google nennt für den Umzug unter Android Daten, die nicht übertragen werden, darunter heruntergeladene Dateien wie PDFs, Apps, die nicht aus dem Play Store stammen, und Konten außer dem Google-Konto. Beim Wechsel zwischen iPhone und Android kommen gekaufte Apps nicht mit, weil jede Plattform ihren eigenen App-Store hat.

Erst prüfen, dann das alte Gerät löschen

Bevor Sie das alte Smartphone zurücksetzen, verkaufen oder verschenken, prüfen Sie auf dem neuen Gerät: Sind Fotos, Kontakte, Chats und Termine da? Funktionieren die Zwei-Faktor-Codes und die Banking-App?

Erst danach löschen Sie das alte Gerät. Apple empfiehlt die Reihenfolge Sicherung, Übertragung, dann Entfernen der persönlichen Daten. Das BSI rät, beim Zurücksetzen die Variante mit Inhaltslöschung zu wählen und SIM- sowie Speicherkarten vorher herauszunehmen.

Wann Sie aufhören sollten

Setzen Sie das alte Gerät nicht zurück, solange auf dem neuen etwas fehlt. Bricht die Übertragung mehrfach ab, starten Sie nicht immer wieder neu, sondern prüfen Sie Speicherplatz, Akku und Verbindung. Lässt sich das alte Gerät nicht mehr einschalten oder ist der Bildschirm defekt, ist das kein Fall für die normale Übertragung mehr.

Wenn das alte Gerät beschädigt ist, viele Zwei-Faktor-Konten umziehen müssen oder Sie zwischen iPhone und Android wechseln und nichts verlieren wollen, lohnt sich ein Fachbetrieb, der die Übertragung begleitet und vorher sichert.

Quellen

Allgemeine Information, ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

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